Gleisbau-2

 

Das neue Gleissystem wird angelegt - Technik am Gleis:
Sensoren, Streckenüberwachung, Lichtsignale und
Weichenanschlüsse

Zum Gleisbau gehört nicht nur das verlegen der Gleise. Auch das Aufteilen
 von Streckenabschnitte, Bilden von Weichenstraßen, Aufstellen von
Lichtsignalen und Kontaktgebern für die Positionsmeldungen gehört dazu.
 Alle diese Dinge müssen an der richtigen Stelle eingebaut und elektrisch
 verdrahtet werden.

Im Neubau des F2-Moduls sind die meisten Ausbauten im Gleissystem fest durch die Vorgaben der “alten” Steuertechnik gegeben. Es bleibt der alte Gleisplan gültig - nur das tatsächliche Aussehen hat sich geändert. Darum ist es in diesem Neubau relativ einfach die entsprechenden Steckenabschnitte zu isolieren und entsprechend separat über Gleisbesetztmelder zu führen. Auch die Weichenstraßen und Lichtsignale bleiben bis auf eine einzige Ausnahme gleich. Die Infrarot-Sensoren behalten auch ihre Stammplätze. Leider, so muss ich jetzt sagen, sind die alten IR-Sensoren nicht mehr aus der alten Modellplatte-F2 aus zu bauen, weil sie mit Heißkleber befestigt sind. Darum habe ich eine neue Sensor-Platine entwickelt und eine Kleinserie von zunächst 20 Stück hergestellt. Den Bildbericht auf dieser Seite möchte ich darum mit diesem Sensor beginnen.

 

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Durch Doppelklick auf ein Bild wird es vergrößert !

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In meiner “analogen” Steuerungstechnik übernehmen “Infrarot-Reflex-Lichtschranken” die Positions-Meldung der fahrenden Züge. Sensoren sind dazu im Gleisbett eingebaut. Das Elektronik-Bauteil CNY70 ist dafür genial geeignet.

Der CNY70-Baustein ist ca. 7x7x5mm groß und enthält eine Infrarotlicht-Sendediode sowie ein Infrarotlicht empfindlicher Fototransistor. Diese müssen in eine entsprechende Elektronik eingebunden werden. Wird dann eine reflektierende Oberfläche über den CNY70 hinweggeführt, reagiert die Elektronik.

Früher habe ich die Anschluss-Pins über 10cm lange Drähte mit einem Anschalte-Plättchen verbunden. Dann wurde der Sensor mit Heißkleber im Gleisbett fixiert - danach war eine “Positionskorrektur” unmöglich.

Heute benutze ich eine bessere Lösung.

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Im Bild alle Teile für die “neue” Sensorplatine

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Über eine 2x2-polige Standard Buchsenleiste soll der CNY70 mit der Anschluss-Lochprintplatte (Platine) verbunden werden.

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Buchsenleiste eingelötet.

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Kleine farblich unterschiedliche Drahtbügel werden zwischen Buchsenleiste und den “Anschluss-Punkten” gelötet. So ist später auch ein eindeutiges Verdrahten, Prüfen und Entstören möglich.

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Anschlusselement von unten

Durch eines der freien Lötlöcher kann später eine Gleisschraube zur Befestigung am Gleis-Unterbau gedreht werden.

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CNY70 wird aufgesteckt - fertig zum Einbau.

Platinenoberseite bis Oberkante CNY70 ist eine Höhe vom 14mm. Durch nicht komplettes Einstecken der Pins können 2mm Toleranz nach oben (also bis 16mm) ausgeglichen werden.

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Probeeinbau:

Sperrholzplatte   10mm
Korkunterlage       2mm
Gleisschwellen     2mm

Gesamtdicke      14mm

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Der CNY70 kann zwischen den Schwellen herausgenommen und im Fehlerfall getauscht werden.

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Massenproduktion!  - 20 Stk werden gebraucht.

Oben ein Sensor der alten Bauweise.

Unten die neue Bauweise.

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Einbau am Gleis: An entsprechender Stelle im Gleis wird 1 Schwelle aus herausgetrennt. Wieder eingebaut wird die Aussparung im Gleis markiert. Im Schnittpunkt der Diagonalen bohrt man ein 2mm Loch vor, damit anschließend der 10mm Holzbohrer beim Aufbohren exakt am Punkt bleibt.

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Bohrspäne sollte man sofort mit dem Staubsauger entfernen.

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So sieht die Bohrung mitaufgelegtem Gleis aus.

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Durch die 10mm-Bohrung wird nun von unten der Sensor eingeschoben. Der CNY70 passt  oberflächengleich mit den Kunststoff-Schwellen genau in das N-Spur-Gleisbett und kann von der Unterseite her angeschraubt werden. 

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Durch ein 60mm großes Montageloch  in der Trägerplatte hindurch wurde hier ein IR-Sensor und eine Lichtsignal an einer höher gelegenen Gleisstrecke eingebaut. Das 4mm Sperrholz unterm Gleis wurde auf 10mm unterfüttert, damit die Einbauhöhe des IR-Sensors passt.

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Gleis-Anschlüsse ohne Ende!
Erst wenn alle Gleisanschlüsse angebracht und durch die Trägerplatte des Modulkastens geführt sind, werden die Gleisführungen millimetergenau ausgerichtet und mit Gleisschrauben im Gleisbett befestigt.

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Danach habe ich die Lichtsignale positioniert und in die 4mm-Bohrung gesteckt. Zuvor wurde die Anschlüsse markiert und durch das Montageloch geführt.

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Ein weiteres Lichtsignal

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Um die langen Anschlusswege über die Kabel auszugleichen, wird die “Masse” für Magnetartikel über eine 1,5mm² Leitung vom Steuergestell zur Modelllandschaft geführt. Auch zu den Segmenten wird diese Leitung weitergeführt - der dicke schwarze Draht ist gut zu erkennen.

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Eine der Lichtsignal-Anschlussplättchen mit den Vorwiderständen und einer Schutzdiode (Überspannungsschutz für die LED).

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Alle “Gleis- und Weichenanschlüsse” sind auf die Unterseite durchgeführt. Die Endverdrahtung kann beginnen.

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Die “Sensoren und Lichtsignale” sind eingebaut und können angeschlossen werden.

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Mit einem geometrischen System aus verschieden großen Schraub-Ringhaken wird Ordnung in die “Frei geführte Verdrahtung” gebracht.

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Übergangsverteiler der “dicken Leitungen”

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Strikt nach Kabel-Belegungsplan werden die “Schaltpunkte” an den Verteilern angelötet.

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Zwischenzeitlich sind auch auf dem letzten der 4 neuen F2-Segmente die Gleise verlegt und die Anschlüsse auf die Unterseite durchgeführt. Jetzt muss Wieder überlegt werden, wie man das Verteiler-Rangiernetz aus Ringhaken aufbaut. Möglichts kurze, gebünderte Drahtführungen sollen es sein.

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Das fertig verdrahtete F2-C-Modul mit dem schwenkbare Steckverteiler für die Anschlusskabel zum Steuergestell (oben) und der Lichtsignal-Steuerung (unten)

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Um das Ringhaken “Rangiernetz” darzustellen habe ich noch ein paar Detail-Aufnahmen gemacht. Man sieht den Verlauf der Kabelbäume und die durch Ringhaken geführte Verdrahtung.(vergl. Kapitel “Vorverkabelung”)

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Die Kabelbäume liegen unten in der Ecke, die Anschluss-Verdahtung führt daüber hinweg

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Gleiche Verteilergruppe aus anderer Perspektive.

3-D-Darstellung wäre hier gut

Nachdem jetzt alle neuen Module “Gleis-technisch” fertiggestell waren, habe ich die Anlage komplett zusammengebaut und das Steuergestell angeschlossen. Auch alle 6 Züge kamen auf die Startpositionen und eine Video-Kamera für den ersten Testlauf lag bereit.

Am 19. Mai 2017 kam der große Moment:

 Stromzufuhr einschalten und Zugbetrieb freigeben

Was jetzt geschah ist in einem 2:45 min Video bearbeitet aber ungeschnitten zu sehen

Hier geht es zum Video auf YouTube:  KHW-Showtrains004

Viel Spaß beim Ansehen!

 

 

 

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Diese Seite wurde zuletzt am 17.06.2020 aktualisiert.

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